EU-Zollreform 2028: Die 3-€-Pauschale ist erst der Anfang

Aktualisiert am 5. Juli 2026 · Ausblick, Stand der Beschlusslage

Wer glaubt, mit der 3-€-Regel sei das Thema durch, irrt: Die Pauschale vom 1. Juli 2026 ist offiziell eine Übergangslösung. Das eigentliche Ziel der EU ist die große Zollreform — und die macht Direktimporte aus China voraussichtlich noch teurer.

Was bisher beschlossen bzw. geplant ist

Zeitpläne von EU-Reformen verschieben sich gern — 2028 ist die aktuelle Zielmarke, nicht in Stein gemeißelt. Wir aktualisieren diese Seite, sobald sich die Beschlusslage ändert.

Was das für dich heißt

Beispiel: Kleidung für 60 €bis 06/2026heute (3-€-Regel)ab ~2028 (Tarif)
Zoll0 €3–9 € (je nach Kategorien)~7,20 € (12 % Textil) + ggf. Handling
MwStim Preis (IOSS)im Preis (IOSS)im Preis (IOSS)

Die Richtung ist klar: Der Kostenvorteil von Ultra-Billig-Importen schrumpft Jahr für Jahr — politisch gewollt, zum Schutz von EU-Händlern und wegen der Paketflut (über 4 Mrd. Kleinsendungen/Jahr in die EU, Tendenz steigend).

3 Dinge, die du jetzt tun kannst

  1. Endpreise vergleichen, nicht Listenpreise: Rechne jede größere Bestellung mit dem Zoll-Rechner durch — der „50-%-billiger"-Eindruck täuscht immer öfter.
  2. EU-Lager-Angebote bevorzugen: Ware aus EU-Lagern bleibt von alldem unberührt.
  3. paketzoll.com bookmarken: Wir halten Rechner und Guides mit jeder Regeländerung aktuell — auch zur 2028er-Reform.
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Quellen

Generalzolldirektion — Wegfall der 150-€-Zollfreigrenze · BMF · EU-Kommission: Vorschläge zur Zollrechtsreform (2023 ff.). Ausblick-Angaben = Planungsstand, keine Rechtsberatung.